Schnee auf unserem Mellensee im Winter.
Am 28. 6. gegen 17.00 Uhr startete die kleine Exkursion die Jürgen Probst angekündigt und organisiert hatte.

Start am Vereinshaus mit dem Fahrrad Richtung erster Exkursionspunkt Schwarzer Weg Übergang Schneidegraben neben der Eisenbahnbrücke. Hier war das Laichgeschehen des Ukelei  zu beobachten. Jürgen Probst, der sich besonders dem Schneidegraben als eines der wichtigsten  Zuflüsse des Mellensees widmet, entdeckte diesen Laichplatz und konnte das Laichgeschehen fachlich kommentieren und die an den Steinen angeklebten Fischeier demonstrieren.
Zweiter Zielpunkt war der Scheidegraben unweit der Schweinemastanlage Saalow. Hier gab es den interessanten Pflanzenwuchs zu betrachten, der gewisse Hinweise auf die Wasserqualität erlaubt. Zu bewundern waren auch die wunderbare Hochzeitsflüge der gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens) wie auch an anderen Stellen des Bachlaufs. Dritter Anlaufpunkt war eine vom gerade besprochenen Punkt etwa 200 Meter  bachaufwärts entfernten Bachkurve wo man sehr schön die Ausbildung der beiden verschiedenen Uferbereiche erkennen konnte.

J. P. entnahm Wasser- und Materialproben und konnte auf die "Besiedlung" des Wassers durch verschieden Tiergruppen hinweisen. Das war vor allem auch am nächsten Ziel, der ehemaligen Holzbrücke im direkten Waldgebiet zwischen Mellensee und Rehagen (Oehler) der Fall, wo eine ganz deutliche Kiesbachsohle erkennbar ist. Das Käschern ergab, das hier neben Bachflohkrebsen auch Larven von verschiedenen Wasserinsekten sich aufhalten. dies ist  auf den ersten Blick nicht so leicht annehmbar.

Guter Bewuchs durch die Berle (sium erectum)  zeugt auch hier von relativ guter Wasserqualität. Der letzte Zielpunkt war die in der Feldmark zwischen Mellensee und Rehagen nunmehr seit einiger Zeit existierende  Sohlgleite. Sie  ist wichtig für die  gleichmäßige Fließgeschwindigkeit und Wasserzufuhr zum Mellensee. Auch hier war viel Interessantes zur Bedeutung von Sohlgleiten und die Flora und Fauna von Bachfließgewässern von Jürgen Probst zu erfahren.

 Insgesamt eine sehr interessante Auftaktveranstaltung zu solchen Exkursionen. Jürgen Probt ist dafür sehr zu danken. Schade, dass nur wenige Vereinsmitglieder an der interessanten Exkursion teilnahmen obwohl sie in eine selbst für Berufstätige günstige Zeit gelegt war. Wünschen wir uns mehr solcher Aktivitäten.

Die Wanderung außerhalb des Gemeindegebietes führte im 20. Jubiläumsjahr des Vereins pro Mellensee nach Zesch am See, zusammen mit Lindenbrück und Funkenmühle ein Ortsteil der Stadt Zossen. Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich über mehr als 50 Wanderer und vier kleine Hunde freuen.
Gestartet wurde am Dorfplatz mit einer ersten Station bei einem Hundestrand am kleinen Zechsee.

Die Wanderung führte über einen Teil des Rundwegs um den kleinen Zeschsee, später über einen Teil des 66-Seen-Wegs um Berlin. Jochen Gebauer, Fischer am kleinen und großen Zechsee, erläuterte die Bedeutung für den Mellensee: die beiden Zechseen sind über den großen Wünsdorfer See einer der vier Zuflüsse.

Kurz vor dem großen Möggelinsee ging es an einem ehemaligen Truppenübungsplatz und einem gegenwärtigen Forst- und Waldgut vorbei zu einem idyllisch gelegenen Rastplatz am See. Im Bereich des Baruther Urstromtals wurde die Historie von eiszeitlicher Entstehung bis zur Vorgeschichte des Mauerbaus am 13. August 1961 in Erinnerung gerufen.
Auf dem Rückweg war eine letzte Station kurz hinter dem Ortseingangsschild von Zesch am See die samstags geöffnete Fischerei Zesch, bevor es zum Startpunkt zurückging.

Mehr über bisherige und künftige Wanderungen sowie Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Vereins und des Mellensee beim Fischerfest am 28. und 29. Juli an den Angelteichen in Mellensee, dem Dorf der Fischer.

Klaus de Boor, AG 3 Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Mellensee Amtsblatt 5/13

Der Verein pro Mellensee e.V. rief - und 39 Wanderfreunde aus der näheren und weiteren Region kamen
am 5.Mai zum Strandbad Sperenberg zur 10. Traditionswanderung „Wandern in den Mai“. Bei blauem Himmel und sattem Grün wurden die froh gestimmten und erwartungsvollen Wanderer (sowie 4 Kinder und 2 Hunde) durch Wanderleiter Klaus Reinhardt auf die bevorstehende Wanderroute und weitere Veranstaltungen des Vereins eingestimmt. Dieses Mal sollte es nicht durch die ehemaligen Gipsbrüche, sondern auf wenig bekannten Wegen durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft in Richtung Heegesee gehen. Denn die Wanderungen und Radtouren des Vereins orientieren sich in diesem Jahr auf die Zuflüsse und Quellgebiete des Mellensees und sollen so mithelfen, die Abhängigkeit des Sees von diesem komplexen Öko-System zu verdeutlichen.

Die traditionelle Frühjahrswanderung des Vereins pro Mellensee startete am ersten Sonntag im Mai in Sperenberg am Dorfbackofen beim Strandbad.

Mitglieder vom Förderverein der Heimatstube Sperenberg versorgten die Wanderer mit Schmalzstullen, Kaffee und Kuchen und Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich über 90 Wanderer freuen, darunter vier Kinder sowie Mitglieder vom gemischten Chor Dabendorf und der Chorgemeinschaft Lyra Sperenberg.

Auf dem Weg des Boden-Geo-Pfades vom Landkreis Teltow-Fläming und des Sperenberger Gipswegs, eingerichtet von pro Mellensee und Heimatstube Sperenberg, ging es durch das Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche vorbei am 1871 tiefsten Bohrloch der Welt mit etwas mehr als 1271 Metern und der höchsten Erhebung der Umgebung, dem Gipsberg mit 79,8 Metern, Station 3 des Boden-Geo-Pfades.

An mehreren Rastpunkten wurde gemeinsam gesungen, die märkische Brandenburg-Hymne am Ort einer einstigen Bühne, wo der Sperenberger Lyra-Chor 1971 sein 90jähriges Jubiläum feierte mit heute noch schöner Akustik.

 

Nach zweieinhalb Stunden ging es zurück zum Dorfbackofen, wo viele Wanderer frisches Brot erwarben.

Die Sommerwanderung startet Sonntag, 30. Juni am Zossener Museum Alter Krug mit einer Erkundung der Höhen und Streuobstwiesen des Panorama-Wanderwegs.

 

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

MAZ 28.05.2013

 

Die Fischwanderung der Ukeleis ist in vollem GangeVon Jürgen Probst

 

MELLENSEE Kleine Fische, aber in großer Anzahl, wandern alljährlich vom Mellensee in den Schneidegraben. Vor der Brücke am Schwarzen Weg kann man sie gelegentlich beobachten. Es sind Ukeleis, die von Mai bis Juni dort laichen. Der erste Schwarm in diesem Jahr wurde schon am 29. April gesehen. Unter auffälligem Geplätscher legen die Weibchen ihre klebrigen Eier an Steinen und Pflanzen im Gewässer ab. Der Bereich zwischen Bahndamm und Brücke ist als Laichplatz dafür gut geeignet. Dort strömt das Wasser stark und versorgt den Laich unaufhörlich mit Sauerstoff. Nach dem Ablaichen wandern die Ukeleis wieder in den Mellensee zurück. Der Nachwuchs der Ukeleis schlüpft bereits nach ungefähr einer Woche aus den Eiern und wird dann mit der Strömung in den Mellensee getrieben.Ukeleis werden zwölf bis 15 Zentimeter lang. Als gesellige Freiwasserfische sind Ukeleis in fast allen stehenden und langsam fließenden Gewässern nahe der Oberfläche anzutreffen. Sie ernähren sich sowohl von Plankton als auch von Insektenanflug und verschmähen auch Pflanzenkost nicht. Die großen Ukeleischwärme bedeuten für andere Nutzfische Nahrungskonkurrenz. Aber für Hecht, Zander und Barsch sind sie selbst eine wichtige Nahrungsquelle. Letztlich profitieren auch die Besucher des Fischerdorfes Mellensee von den Ukeleis, wenn sie sich ein Hecht- oder Zanderfilet schmecken lassen. Der Autor ist Mitglied im Verein Pro Mellensee

Die traditionelle Herbstwanderung des Vereins pro Mellensee startete am ersten Oktober-Sonntag in Kummersdorf-Gut. Wanderleiter Ulf Heimann begrüßte 40 Wanderer und drei Hunde bevor Martin Schnittler vom Förderverein des historisch-technischen Museums die Wanderer auf verschlungenen Wegen im südlichen Bereich des gut 2000 Hektar großen Geländes führte.
1875 fuhr ein erster Zug aus Berlin über Zossen und Mellensee nach Kummersdorf-Gut, wo in den 30ern Antriebsaggregate für Raketen getestet wurden, Grundlage für den ersten Flug zum Mond in den 60ern. Bis 1994 wurde das Gelände militärisch genutzt. Seitdem sind die Flächen sich selbst überlassen, alles wächst auf natürliche Art, eine "Wiedereroberung durch die Natur" (www.museum-kummersdorf.de).
Nach der Wanderung konnte am Tag der offenen Museen Am Mellensee die Sonderausstellung 'Krieg, Wissenschaft und Technik 1914-1945' besichtigt werden, die mit dem Leitthema "Erinnern und Aufbruch" das Wettrüsten auf dem europäischen Kontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt. Die Ausstellung in der ehemaligen Kaserne der Heeresversuchsstelle Kummersdorf ist bis 19. November zu sehen von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.
Der 1998 gegründete Verein pro Mellensee veranstaltet seit 2001 geführte Wanderungen in den acht Ortsteilen der Gemeinde Am Mellensee, eine Wanderung im Jahr außerhalb des Gemeindegebietes und an besonderen Gelegenheiten wie dem Deutschen Wandertag im Fläming 2012. Acht Wanderwege wurden eingerichtet, je einer mit dem Heimatverein Alexanderdorf und der Heimatstube Sperenberg. Freitag, 16. November ist dazu ab 16 Uhr im Vereinshaus am Nordufer des Mellensee nahe der Brücke über den Nottekanal ein geselliges Beisammensein zu touristischen Möglichkeiten und Potentialen der Wander- und Erlebnisregion am Mellensee.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Am Vereinshaus in MellenseeDie traditionelle Mai-Wanderung des Vereins pro Mellensee, in diesem Jahr 20 Jahre jung, startete beim Vereinshaus am Nordufer des Mellensee.
Wanderleiter Klaus Reinhardt konnte sich über 62 Wanderer freuen, zu denen sich unterwegs Einige dazugesellten. Erste Station war an der Mellensee-Brücke des Nottekanals, 21 Kilometer und drei Schleusen von Königs-Wusterhausen entfernt sowie Start und Ziel des 19 Kilometer langen Mellenseer Rundwegs.

Über Waldwege wanderte die Gruppe zum Bahnhof Rehagen, wo die Familie Boyer seit 2015 französische Küche anbietet und Übernachtungsmöglichkeiten in zwei Waggons der transsibirischen Eisenbahn. Weiter ging es zu ehemaligen Tongruben in Rehagen und Klausdorf, wo Peter Hentschel vom Heimatverein Klausdorf Produktion und Vertrieb der Ziegel erklärte, die er auch beim Hoffmannschen Ringofen selbst erlebte.

Nach zehn Kilometern konnte beim Strandbad Klausdorf eingekehrt werden, wo schon vor Saisonbeginn Badegäste auch die 63-Meter-Rutsche nutzten.
Einige Wanderer blieben bis 18 Uhr, Einige liefen zurück zu Vereinshaus und Parkplatz an den Angelteichen, am letzten Juli-Wochenende Ort des 17. Fischerfestes am Mellensee. Die nächste Wanderung führt am 8. Juli außerhalb des Gemeinde-Gebietes nach Zesch am See, wo ab 10 Uhr vom kleinen Zechsee um den Großen Möggelinsee gelaufen wird. Gestartet wird am Dorfplatz vor Ort.

Insgesamt war die Wanderung ein voller Erfolg. Es konnten Kontakte geknüpft werden zu Wanderern aus Königs-Wusterhausen, Luckenwalde und Blankenfelde, die die schöne Umgebung vom Mellensee noch nie gesehen hatten.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Am Bahnhof Rehagen

 

MAZ 13.05.2013

Bei einer Vogelstimmenwanderung lauschten Frühaufsteher gefiederten Tieren und einem Fachmann

MELLENSEE - Unerwartet groß war das Interesse an der Vogelstimmenwanderung, zu der für Sonnabend in aller Frühe der Verein Pro Mellensee eingeladen hatte. Unter sachkundiger Führung von Professor Jochen Oehler trafen sich viele Naturfreunde, um die frühen Sänger ein bisschen näher kennenzulernen.

Zilp, zalp, zilp, zalp, tönte es am Ufer des Mellensees. Der markante Ruf, der dem Weidenlaubsänger auch seinen lautmalenden Namen Zilpzalp einbrachte, ließ sich im sprießenden Laub der Bäume zwar optisch nicht ausmachen, war aber umso deutlicher zu hören. Sein Ruf begleitete die Wanderer noch über eine große Strecke.

© 2021 proMellensee e.V.
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Diese sind essenziell für den Betrieb der Seite. Wir verzichten bewusst auf alle Tracking und Werbecookies und setzen nur die nötigen Cookies. Wie müssen Sie dennoch darüber informieren und Sie bitten dies zu akzeptierten!