Wir alle sind froh, wenn sich bei einem Spaziergang in unserer Umgebung einmal eine kleine Möglichkeit zum Ausruhen ergibt. Seit Oktober gibt es eine überdachte Sitzgelegenheit am Nordufer des Mellensee beim Vereinshaus am kleinen Park.

Der Verein pro Mellensee hat seit dem Jahr 2003 zahlreiche Bänke an den von ihm geschaffenen Wanderwegen in der Gemeinde aufgestellt. Diese Bänke bedurften nun einer Erneuerung oder Auswechslung. Dabei werden wir durch Spenden von unserem ehemaligen Mitglied Ingrid de Boor sowie durch die GAG Klausdorf unterstützt. Die ersten neuen Bänke wurden bereits an verschiedene Orte gebracht, gesichert und mit einer entsprechenden Widmung versehen.

Seit gut 4 Jahren gibt es in unserer Gemeinde erste überdachte Sitzmöglichkeiten in Kummersdorf-Alexanderdorf. Die Idee, von unserem Bürgermeister angeregt, wurde im Laufe der Zeit in weiteren Orten und deren Vereinen aufgegriffen und mit Hilfe von Fördermitteln und Spenden umgesetzt. So gibt es nun Sitzgelegenheiten mit Überdachung auch in Gadsdorf, Kummersdorf-Gut, Mellensee und Sperenberg, die zu einer beliebten Rastmöglichkeit geworden sind.

In der Hoffnung, dass die Benutzer diese so verlassen wie sie jetzt aufgestellt wurden, sind alle Bänke eine Bereicherung für unsere Einwohner und Wanderer sowie Besucher.
Der Verein pro Mellensee wünscht allen eine ruhige und gesunde Adventszeit!

Ulf Heimann,
Arbeitsgruppe Wandern, Verein pro Mellensee

Am 4. Oktober konnte sich Ulf Heimann als Leiter der Arbeitsgruppe Wandern über 30 Wanderer und ein Kind freuen. Nach der Mai-Wanderung
2018 startete mit der Herbstwanderung wieder eine Wanderung am Vereinshaus. "Viel Spaß" wünschte Fischerkönigin Pamela I.

Entlang dem alten Treidelweg zwischen Nottekanal und Fahrrad-Draisine ging es vorbei an der einen Hälfte der Naturlehrtafeln auf dem Moke-Notte-Weg. An der Buckowbrücke erzählte Ulf Heimann Geschichte und Gegenwart des Nottekanals und der Notte-Niederung.

Der 9-Kilometer lange Rundwanderweg führte durch das Landschaftsschutzgebiet der Notte-Niederung über die Straße nach Zossen zu einem Rastplatz. Weiter ging es zum neu entstehenden Strandbad Mellensee und an der anderen Hälfte der Naturlehrtafeln vorbei zurück zum Vereinshaus.

Klaus de Boor, Arbeitsgruppe Öffentlichkeit

Amtsblatt 11/12

Bei herrlichem Herbstwetter und in einer mit buntem Laub geschmückten Landschaft startete am 19.Oktober der Wandertag der Grundschule Mellensee von Klausdorf zu den Sperenberger Gipsbrüchen.
Mit 139 frohen und erwartungsvoll gestimmten Schülern der Klassen 1 bis 6 und mehr als 20 Erwachsenen ging es zunächst auf dem Luchweg durch den Klausdorfer Wald, um dann am Ufer des verträumt liegenden Faulen Luch Rast zu machen.

Im vierten Band seiner "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" reist Fontane  von Trebbin nach Zossen über Schünow und Saalow. Dort angekommen notiert er: Eine Kirche fehlt, ein Herrenhaus auch, und ein paar Dutzend Häuser und Gehöfte, sauber gehalten und meist mit Ziegeln gedeckt, bilden die Dorfstraße, die sich alsbald platzartig erweitert.

Dort an der Scheunenwindmühle konnte Ulf Heimann als Leiter der AG 2: Sanfter Tourismus und Naherholung vom Verein pro Mellensee 45 Wanderer und drei Hunde bei der Herbstwanderung begrüßen. Die Wanderroute führte über den Fontaneweg auf den Mühlenberg, wo Milan Hänsel Geschichte und sein Nutzungskonzept vorstellte. Am Fuße des Saalower Höllenbergs erfuhren die Wanderfreunde einige Episoden aus der Sage vom Kiebitz von Saalow. Die sandige[n] Höhen haben für Fontane den grotesken Namen der "Höllenberge" - in Saalow 69,5 Meter, in Gadsdorf 65,3 Meter hoch - und bilden mit einem See die ganze Poesie des Orts.

Angekommen in Gadsdorf boten Mitglieder vom Heimatverein Schmalzstullen sowie Kaffee und Kuchen. 10 Wanderer nutzten das Angebot der Kremsergemeinschaft Gadsdorf, die Rückfahrt fahrend, damit auch auf Fontanes Spuren, zu genießen, nicht gezogen von Pferden, sondern von einem Traktor. Zurück in Saalow war bis 17 Uhr Zeit, im Rahmen vom Tag der offenen Museen Am Mellensee die Schubertsche Scheunenwindmühle Saalow zu erkunden.

Im Winter ist Wanderpause. Weiter geht es mit der Frühlingswanderung im Mai.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Die traditionelle Sommerwanderung führte zum zweitältesten Gebäude in Zossen, zum Alten Krug. Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich bei fast 40 Grad über 10 Wanderer freuen.

Der Heimatverein "Alter Krug" (www.hv-zossen.de) bietet einen jährlichen Kalender mit regionalen Themen und Zeitreisen ins 18., 19. und 20.
Jahrhundert mit Führungen im Alten Krug, wo Gesellen bewirtet wurden und übernachten konnten, und im Schulmuseum Zossen, wo Eltern, Großeltern und Urgroßeltern nicht nur Lesen, Rechnen und Schreiben lernten.

Die Wanderung führte über Streuobstwiesen, seit 1999 ein Naturschutzgebiet des Landes Brandenburg, den von Carsten Preuß eingerichteten Panoramaweg, später vorbei an Windrädern und Zebu-Rindern, die die Wiesen auf natürliche Art ordentlich aussehen lassen.

Nächste Veranstaltungen sind das 18. Fischerfest am 20. und 21. Juli in Mellensee, dem "Dorf der Fischer", ein Fontane-Literaturabend am 27.
September im Vereinshaus und die Herbstwanderung am 6. Oktober auf dem Fontaneweg von Saalow nach Gadsdorf und zurück.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Amtsblatt 5/13


Am 11.Mai trafen sich trotz der sehr frühen Stunde um 7.00 Uhr ca. 30 naturinteressierte Wanderer zu einer vom Verein pro Mellensee e.V. initiierten Vogelstimmenwanderung am Ostufer des Mellensee`s. Unter der fachkundigen Führung von Prof. Jochen Oehler, von Hause aus Biologe, erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Vogelwelt am Mellensee. Viele Vögel gab es wegen der frühlingshaft belaubten Bäume nicht zu sehen, dafür umso mehr zu hören.
Prof. Oehler erzählte nicht nur über die Vogelarten, sondern erklärte auch, inwiefern der Mensch sowohl für die Dezimierung als auch für das Anwachsen unterschiedlicher Vogelpopulationen verantwortlich ist.
Wir danken Herrn Prof Oehler recht herzlich für seine Ausführungen und hoffen, dass es in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art für Naturfreunde geben wird.
Bernd Schulz

Die Wanderung außerhalb des Gemeindegebietes führte im 20. Jubiläumsjahr des Vereins pro Mellensee nach Zesch am See, zusammen mit Lindenbrück und Funkenmühle ein Ortsteil der Stadt Zossen. Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich über mehr als 50 Wanderer und vier kleine Hunde freuen.
Gestartet wurde am Dorfplatz mit einer ersten Station bei einem Hundestrand am kleinen Zechsee.

Die Wanderung führte über einen Teil des Rundwegs um den kleinen Zeschsee, später über einen Teil des 66-Seen-Wegs um Berlin. Jochen Gebauer, Fischer am kleinen und großen Zechsee, erläuterte die Bedeutung für den Mellensee: die beiden Zechseen sind über den großen Wünsdorfer See einer der vier Zuflüsse.

Kurz vor dem großen Möggelinsee ging es an einem ehemaligen Truppenübungsplatz und einem gegenwärtigen Forst- und Waldgut vorbei zu einem idyllisch gelegenen Rastplatz am See. Im Bereich des Baruther Urstromtals wurde die Historie von eiszeitlicher Entstehung bis zur Vorgeschichte des Mauerbaus am 13. August 1961 in Erinnerung gerufen.
Auf dem Rückweg war eine letzte Station kurz hinter dem Ortseingangsschild von Zesch am See die samstags geöffnete Fischerei Zesch, bevor es zum Startpunkt zurückging.

Mehr über bisherige und künftige Wanderungen sowie Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Vereins und des Mellensee beim Fischerfest am 28. und 29. Juli an den Angelteichen in Mellensee, dem Dorf der Fischer.

Klaus de Boor, AG 3 Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Mellensee Amtsblatt 5/13

Der Verein pro Mellensee e.V. rief - und 39 Wanderfreunde aus der näheren und weiteren Region kamen
am 5.Mai zum Strandbad Sperenberg zur 10. Traditionswanderung „Wandern in den Mai“. Bei blauem Himmel und sattem Grün wurden die froh gestimmten und erwartungsvollen Wanderer (sowie 4 Kinder und 2 Hunde) durch Wanderleiter Klaus Reinhardt auf die bevorstehende Wanderroute und weitere Veranstaltungen des Vereins eingestimmt. Dieses Mal sollte es nicht durch die ehemaligen Gipsbrüche, sondern auf wenig bekannten Wegen durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft in Richtung Heegesee gehen. Denn die Wanderungen und Radtouren des Vereins orientieren sich in diesem Jahr auf die Zuflüsse und Quellgebiete des Mellensees und sollen so mithelfen, die Abhängigkeit des Sees von diesem komplexen Öko-System zu verdeutlichen.

Die traditionelle Frühjahrswanderung des Vereins pro Mellensee startete am ersten Sonntag im Mai in Sperenberg am Dorfbackofen beim Strandbad.

Mitglieder vom Förderverein der Heimatstube Sperenberg versorgten die Wanderer mit Schmalzstullen, Kaffee und Kuchen und Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich über 90 Wanderer freuen, darunter vier Kinder sowie Mitglieder vom gemischten Chor Dabendorf und der Chorgemeinschaft Lyra Sperenberg.

Auf dem Weg des Boden-Geo-Pfades vom Landkreis Teltow-Fläming und des Sperenberger Gipswegs, eingerichtet von pro Mellensee und Heimatstube Sperenberg, ging es durch das Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche vorbei am 1871 tiefsten Bohrloch der Welt mit etwas mehr als 1271 Metern und der höchsten Erhebung der Umgebung, dem Gipsberg mit 79,8 Metern, Station 3 des Boden-Geo-Pfades.

An mehreren Rastpunkten wurde gemeinsam gesungen, die märkische Brandenburg-Hymne am Ort einer einstigen Bühne, wo der Sperenberger Lyra-Chor 1971 sein 90jähriges Jubiläum feierte mit heute noch schöner Akustik.

 

Nach zweieinhalb Stunden ging es zurück zum Dorfbackofen, wo viele Wanderer frisches Brot erwarben.

Die Sommerwanderung startet Sonntag, 30. Juni am Zossener Museum Alter Krug mit einer Erkundung der Höhen und Streuobstwiesen des Panorama-Wanderwegs.

 

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

MAZ 28.05.2013

 

Die Fischwanderung der Ukeleis ist in vollem GangeVon Jürgen Probst

 

MELLENSEE Kleine Fische, aber in großer Anzahl, wandern alljährlich vom Mellensee in den Schneidegraben. Vor der Brücke am Schwarzen Weg kann man sie gelegentlich beobachten. Es sind Ukeleis, die von Mai bis Juni dort laichen. Der erste Schwarm in diesem Jahr wurde schon am 29. April gesehen. Unter auffälligem Geplätscher legen die Weibchen ihre klebrigen Eier an Steinen und Pflanzen im Gewässer ab. Der Bereich zwischen Bahndamm und Brücke ist als Laichplatz dafür gut geeignet. Dort strömt das Wasser stark und versorgt den Laich unaufhörlich mit Sauerstoff. Nach dem Ablaichen wandern die Ukeleis wieder in den Mellensee zurück. Der Nachwuchs der Ukeleis schlüpft bereits nach ungefähr einer Woche aus den Eiern und wird dann mit der Strömung in den Mellensee getrieben.Ukeleis werden zwölf bis 15 Zentimeter lang. Als gesellige Freiwasserfische sind Ukeleis in fast allen stehenden und langsam fließenden Gewässern nahe der Oberfläche anzutreffen. Sie ernähren sich sowohl von Plankton als auch von Insektenanflug und verschmähen auch Pflanzenkost nicht. Die großen Ukeleischwärme bedeuten für andere Nutzfische Nahrungskonkurrenz. Aber für Hecht, Zander und Barsch sind sie selbst eine wichtige Nahrungsquelle. Letztlich profitieren auch die Besucher des Fischerdorfes Mellensee von den Ukeleis, wenn sie sich ein Hecht- oder Zanderfilet schmecken lassen. Der Autor ist Mitglied im Verein Pro Mellensee

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