MAZ 04.07.2012

 

Gudrun Schneck zollt den Aktivisten des Kampfes gegen die Seenprivatisierung Respekt

Der Kampf hat sich gelohnt. Das Gespenst der Seenprivatisierung ist gebannt. 80 ehemals volkseigene brandenburgische Gewässer, welche der Bund nach der politischen Wende kostenlos von der Treuhand übernommen hatte, werden nicht meistbietend verhökert. Sie bleiben in der öffentlichen Hand. Ärgerlich genug, dass das Land Brandenburg dafür an den Bund zahlen musste. Doch besser das als eine Versteigerung an einen Privatier, der die Ufer, wie beim Wandlitzsee, zu Geld macht.

Es war ein langes Ringen, das - ausgehend vom Verein Pro Mellensee in der Gemeinde Am Mellensee - anfangs von Landes- und Bundespolitikern gar nicht wahrgenommen, mitunter als unwichtig eingestuft und erst in Wahlkämpfen als Profilierungsthema "entdeckt" wurde. Vielleicht, weil es "nur" um ein ostdeutsches Phänomen ging.

Beeindruckend, wie sich hier eine bewegung von unten nach oben verbreiterte, immer mehr anschwoll, vom BUND energisch und professionell forciert und schließlich auch von Parteien aufgegriffen wurde.

Das hat den Aktivisten der Bewegung viel Kraft gekostet. Aber man sieht, der Einsatz kann sich lohnen. Das macht Mut auch beim jetzigen Kampf gegen den Nachtflug in Schönefeld.

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