Die Schleuse in Mellensee am Nottekanal.

28.01.2013 Märkische Allgemeine

 


Filmabend mit „Mühlenpapst“ Bernd Maywald und den Bücherfreunden Am Mellensee in Klausdorf


KLAUSDORF - Wer will schon nach Mallorca, wenn er den Fläming vor der Türe hat? Unter dieser Devise präsentierte der Filmemacher Bernd Maywald in Klausdorf mit Ausschnitten aus seinem Film eine rührende Liebeserklärung an die Region.

 

So voll war es bei den Bücherfreunden Am Mellensee – eine Gruppe von Literaturliebhabern – noch nie. Der kleine Gastraum in der Klausdorfer Gaststätte „Zur Heimat“ reichte kaum aus, um die knapp 50 Gäste zu fassen, die dieses Mal der Einladung der Bücherrunde folgten, die gemeinsam mit dem Verein „Pro Mellensee“ zu einem vergnüglichen Abend unter dem Motto „Von Hundeluft bis Köpenick – kurioser Fläming und Buntes ringsum“ geladen hatte.

Gelockt hatte dabei sicherlich auch die Popularität Bernd Maywalds als „Mühlenpapst“. Noch zu DDR-Zeiten kaufte der Filmemacher und Autor die Mühle in Saalow und half unter anderem auch dabei mit, sämtliche Mühlen der DDR zu erfassen. 1998 verkaufte er seine Mühle und zog nach Jüterbog – eine Stadt, in die er sich ebenso verliebt hat wie in den gesamten Fläming mit seinen sanften Hügeln. Der Film, zu dem auch das Buch „Von Hundeluft bis Köpenick – kurioser Fläming und Buntes ringsum“ gehört, ist eine Fläming-Wanderung voller Informationen, Kuriositäten und Sagen und kein Kunststück für einen alten Hasen des Filmgeschäfts, wie Maywald es ist. Von 1965 bis 1982 hat der gebürtige Berliner als Regisseur gearbeitet und mit der Sendereihe „Notenbank“ den Deutsch-Rock im DDR-Fernsehen etabliert. Bei ihm hatten so namhafte Bands wie etwa die Puhdys oder Electra ihre ersten Fernsehauftritte. Doch neben dem Musikfernsehen galt seine Leidenschaft auch schon immer dem Heimatgenre – ein Erbe aus Kindertagen. Für den Film über die vielen regionalen Kuriositäten wie zum Beispiel den Entstehungsort des Sterntalermärchens, den ominösen Teufelsstein oder das Stonehenge des Flämings wurde eigens eine „Fläming Melodie“ komponiert. Die Komposition stammt vom bekannten DDR-Musiker Horst Krüger. Die junge Studentin Julia Iffländer und Volker Thiele, Frontsänger der Gruppe Scirocco, tragen die Melodie im Film vor. „Ein wirklich super unterhaltsamer Abend“, schwärmte ein Besucher. „Da bekommt man richtig Lust auf den ein oder anderen Ausflug. Schade nur, dass Mellensee und Klausdorf nicht vorkamen.“ (Von Andrea Beck)

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