Der Nottekanal im Herbst.

Blickpunkt 18.07.2013

12. Fischerfest an den Angelteichen in Mellensee

 

Mellensee. Der Verein pro Mellensee e.V. veranstaltet am 27. und 28. Juli das 12. Fischerfest in Mellensee. Ein buntes und unterhaltsames Programm wurde organisiert. Der BlickPunkt Redakteur Jörg Reuter sprach mit dem Vorstandsmitglied Thomas Voigt.

Alles rund um den Fisch

Mittlerweile feiern Sie das 12. Fischerfest in Mellensee. Wer hatte die Idee oder aus welcher Tradition wuchs das Fest heraus?
Pro Mellensee wurde im Januar 1998 von 17 Mellenseer Bürgern gegründet. Um den Verein und seine Ziele in der Öffentlichkeit bekannter zu machen entschlossen sich die Mitglieder gemeinsam mit den vier ansässigen Fischern Jochen Gebauer, Lutz Ringpfeil, Karl-Heinz König und Ralf Dowaluk ein regionales Fest an den Fischteichen zu veranstalten. Seit 2002 findet es immer am letzten Juliwochenende statt.  

Das 14. Fischerfest an den Anglerteichen in Mellensee lockte am Wochenende wieder zahlreiche Besucher an. Die Wahl der Fischerkönigin stand auf dem Programm, ebenso wie zahlreiche andere Aktivitäten. Im Vordergrund aber stand der Fisch und das Angeln.
 Die Anwärter zur diesjährigen Fischerkönigin zeigten ihr Können im Fischefangen
Am Mellensee. Die hartgesottenen Fischer aus Mellensee hätten das Wetter am Sonnabend wohl als eine „steife Brise“ eingeordnet. Und dass Tief „Zjelko“ etwas Wind mitbrachte, tat dem Fischerfest in Mellensee keinen Abbruch. Schließlich ist Wind beim Angeln ja nichts Außergewöhnliches. Auch nicht beim 14. Fischerfest, das an den Angelteichen im Ort gefeiert wurde.
Doch warum wird Mellensee überhaupt als Dorf der Fischer bezeichnet? Auf solche und andere Fragen sollten die Kandidaten zur Wahl der diesjährigen Fischerkönigin schon eine Antwort haben. Die Antwort auf diese Frage ist einfach: vier Fischer sind im Ort ansässig, bedingt durch die Nähe zum gleichnamigen Mellensee. Und vier Kandidatinnen wollten in diesem Jahr Königin werden, nachdem die letzte Fischerkönigin am grünen Tisch durch eine Abstimmung gewählt wurde.
In diesem Jahr wurde die Königin der Fischer durch Knotenlösen, Geschicklichkeit und durch regionale Fragen ermittelt. Während Angelschule, Ponyreiten und Wasserspiele den Jüngsten Freude bescherten, konnten die älteren Kinder ihre Fähigkeiten beim Wettbewerb im Fischziehen auf dem Teich beweisen. Die amtierende Fischerkönigin, Chiara die Erste, mit bürgerlichen Namen Chiara Körter, hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Die amtierende Königin, die eigentlich Medizin studiert, präsentierte ihren Titel auch auf der Grünen Woche in Berlin und auf diversen Veranstaltungen in der Region.
Doch bei der Mission Titelverteidigung ging sie es am Sonnabend anders an. „Das Jahr als Fischerkönigin war sehr schön, aber ich verteidige meine Titel nicht mit voller Kraft. Denn es ist Tradition, auf dem Fischerfest jedes Jahr eine neue Königin zu krönen.“ So wurde Meggy Kurzhals aus Rehhagen ihr wohlverdiente Nachfolgerin.
Organisiert wird die Veranstaltung durch den Verein Pro Mellensee, ein gemeinnütziger Verein, der sich um den Schutz des Sees und der Umwelt bemüht und zum Beispiel Fahrradtouren und Wandertage veranstaltet. „Die Anwohner und Besucher sollen sich hier bei uns wohlfühlen, die Schönheit unserer Landschaft genießen, dafür bemühen sich unsere aktiven Mitglieder“, formulierte Organisator Bernd Kosensky.
Bernd Kosensky, Chiara Körter, Ehrenfischerkönigin Jutta Hänsel und das Zossener Rosenprinzenpaar Ramona I. und Maximilian I. (v.l.).Am Samstag schaute auch das Rosenprinzenpaar aus Zossen vorbei, Ramona I. und Maximilian I. verfolgten die Wettbewerbe zur Wahl der Fischerkönigin mit Freude. Am Sonntag erfolgte ein Gemeinschaftsangeln am Nottekanal und im Laufe des Tages wurden dann die Ehrengäste, wie der Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) und die Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) begrüßt.
Es folgten noch zahlreiche Wettbewerbe wie im „Teichziehen“, einer leicht abgewandelten Variante des Tauziehens. Die Teams duellierten sich dabei auf dem Teich. Wer zuerst hineinfiel, verlor. Es war eine Freude für die Besucher. Und diese kamen in Scharen. „Ich freue mich über jeden Besucher, ganz besonders über die Ludwigsfelder“, sagte Organisator Bernd Kosensky.
Eine Frage galt es aber dann noch zu beantworten. Es gibt in Mellensee eine Fischerkönigin, aber wird demnächst vielleicht auch ein Fischerkönig gekrönt? „Wir würden einen König begrüßen, aber er sollte schon gern ein Gewand tragen und da liegt das Problem bei den Männern“, sagte Chiara Körter, die Ex-Fischerkönigin, etwas süffisant.
Von Christian Dederke
MAZ 27.07.2015

Das Fischerfest Ende Juli hatte wieder einige Höhepunkte. Gefeiert werden konnte die kostenlose Übertragung des Mellensees vom Land Brandenburg an die Kommunen Am Mellensee und Zossen. Die Urkunde darüber wurde von Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Trochowski an Bürgermeister Broshog überreicht. Damit endet ein jahrelanges Engagement des Veranstalters „pro Mellensee“, der sich weiter für eine verbesserte Wasserqualität, den Schutz der Flora und Fauna und einen ökologisch vertretbaren sanften Tourismus einsetzt.
Im Infozelt gab es nicht nur Informationen zu Wander- und Radwegen rund um den Mellensee, sondern auch Insekten vom Ufer des Mellensees und Informationen zu Projekten eines Beobachtungsstegs und einer Fischtreppe zum Nottekanal.
Für die dritte Fotoausstellung zum Thema „Frühling und Sommer im Fischerdorf“ konnte Jürgen Probst 25 Fotos präsentieren. Die farbenfrohen Bilder lockten Besucher an, während die Titel am unteren Rand anregten, die Fotos genauer zu betrachten. Eine Besucherin der Ausstellung schlug vor, die Fotos in sozialen Einrichtungen zu zeigen. Die nun amtierende Fischerkönigin Chiara I. hatte einen ersten Einsatz am Sonntag als sie mit drei früheren Fischerköniginnen Lose für die Tombola verkaufte.
Nachdem im letzten Jahr zwei kleine Kinder des Maskottchens Melli ins Wasser gelassen wurden, kam nun ein neues Maskottchen selbst zum Einsatz. Der Verein bedankt sich bei allen, auch jugendlichen Helfern und Sponsoren. Sie können den Verein „pro Mellensee“ bei nächster Gelegenheit am 13. September an seinem Stand beim „Fest der Vereine“ in Rehagen besuchen und kennenlernen.

Klaus de Boor
AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsblatt für die Gemeinde Am Mellensee Nr. 08/14

 

Wochenspiegel Zossen KW31/15

Mellensee. Die Wettergötter hätten sich besser absprechen sollen. Während am Sonntag beim Mellenseer Fischerfest zu Neptuns Taufe bestes Ausflugswetter mit Sonnenschein und „Wattewölkchen“ herrschte, schickte Petrus am Samstag teils heftigen Wind. „Es waren ganz schöne Böen, aber wir haben noch Schwein gehabt“, resümiert Bernd Kosensky über das jüngste traditionelle Fest im „Dorf der Fischer“. Der langjährige Vorsitzende  des
Vereins Pro Mellensee, dessen Mitglieder das Fest nun schon zum 14. Mal mit viel Engagement auf die Beine gestellt haben, berichtet, „dass es am
Samstag nicht so voll wie üblich war. Wegen des stürmischen Wetters sind mancherorts ja Feste abgesagt worden.
Bestimmt haben die Leute gedacht, dass auch bei uns vielleicht das Fest ins Wasser fällt.“ Das war mitnichten so. Das pralle Festprogramm wurde strikt durchgezogen. Und glücklicherweise ohne größere Blessuren. „Ein Zelt von der Kinderspielstraße ist uns weggeflogen. Das haben wir aber heute früh wieder
aufgestellt. Der Jugendklub  hat mit Hand angelegt“, berichtet Bernd Kosensky. Und zum Glück habe man noch Reservestangen von einem älteren Zelt gehabt.
So hatten wieder Hunderte Besucher aus nah und fern ihren Spaß an den Angelteichen in Mellensee. Wie bereits seit Jahren der Fall, zog es nicht nur Teltow-Fläminger zum  Fischerfest. Viele  Autos mit B- und LDS-Kennzeichen wurden auf den umliegenden dicht zugeparkten Plätzen gesichtet.

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28.01.2013 Märkische Allgemeine

 


Filmabend mit „Mühlenpapst“ Bernd Maywald und den Bücherfreunden Am Mellensee in Klausdorf


KLAUSDORF - Wer will schon nach Mallorca, wenn er den Fläming vor der Türe hat? Unter dieser Devise präsentierte der Filmemacher Bernd Maywald in Klausdorf mit Ausschnitten aus seinem Film eine rührende Liebeserklärung an die Region.

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