Die Schleuse in Mellensee am Nottekanal.

Seit Frühjahr 2010 ackern die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit, um aus der Baracke ein Vereinsheim zu machen. Vorstandsmitglied Jochen Oehler erzählt: „Wir wollen hier nicht nur unsere Versammlungen abhalten und die Fischerfest- Gerätschaften einschließlich der Boote fürs Fischerstechen lagern, sondern später auch öffentliche Veranstaltungen anbieten, etwa Ausstellungen, Vorträge, ein Lehrkabinett wäre denkbar.“ Das Grundstück, früher von Wassersportlern genutzt, gehört der Gemeinde. Das Vereinshaus soll erst der Anfang sein. Geplant ist ein Wasserwander-Stützpunkt mit öffentlichem Steg. Kürzlich war jemand von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse da, um zu schauen, was genau aus deren Spendenscheck wird. Die Sparkasse stellte eine mittlere vierstellige Summe zur Verfügung. Davon hat der Verein neue Fenster gekauft und eine Trennwand gemauert.

Die freiwilligen Arbeitsstunden hat keiner gezählt. Aber ein Heft zählt stichpunktartig auf, wann es Einsätze gab und was erledigt worden ist, zum Beispiel: Hof vom Bewuchs beräumt, Räume entrümpelt, Tor eingebaut, Laub entsorgt, Boden angefahren und planiert, Dach abgefegt und Löcher abgedichtet, Fenstereinbau, gespendete Steine für den Schornstein geholt, gespendeten Ofen aufgestellt, Bäume gefällt, Regale aufgestellt. Auch die Namen der Teilnehmer an den Arbeitseinsätzen sind festgehalten. Am häufigsten kommen Bernd Kosensky (Vereinsvorsitzender), Jochen Gebauer, Jochen Oehler, Ulrich Schöne, Thomas Plaschke, Egon Reetz, Klaus Reinhard, Andreas Ziege, Rosi und Gunter Wieden, Bernd Schulz und Christel Bartel vor. Im Frühjahr ist Zaunsetzen angesagt. Eine Innenwand aus Holz wird durch eine gemauerte ersetzt. Das Gebäude soll künftig mit widerstandsfähigem Lärchenholz verkleidet werden. Ein neues Dach wird gebraucht. Allein dafür und für die Entsorgung des jetzigen Asbestdachs sind 20 000 Euro veranschlagt. (Von Gudrun Schneck)

 

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