Der Nottekanal im Herbst.

Mit Fontane über einen Höllenberg

Im vierten Band seiner "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" reist Fontane  von Trebbin nach Zossen über Schünow und Saalow. Dort angekommen notiert er: Eine Kirche fehlt, ein Herrenhaus auch, und ein paar Dutzend Häuser und Gehöfte, sauber gehalten und meist mit Ziegeln gedeckt, bilden die Dorfstraße, die sich alsbald platzartig erweitert.

Dort an der Scheunenwindmühle konnte Ulf Heimann als Leiter der AG 2: Sanfter Tourismus und Naherholung vom Verein pro Mellensee 45 Wanderer und drei Hunde bei der Herbstwanderung begrüßen. Die Wanderroute führte über den Fontaneweg auf den Mühlenberg, wo Milan Hänsel Geschichte und sein Nutzungskonzept vorstellte. Am Fuße des Saalower Höllenbergs erfuhren die Wanderfreunde einige Episoden aus der Sage vom Kiebitz von Saalow. Die sandige[n] Höhen haben für Fontane den grotesken Namen der "Höllenberge" - in Saalow 69,5 Meter, in Gadsdorf 65,3 Meter hoch - und bilden mit einem See die ganze Poesie des Orts.

Angekommen in Gadsdorf boten Mitglieder vom Heimatverein Schmalzstullen sowie Kaffee und Kuchen. 10 Wanderer nutzten das Angebot der Kremsergemeinschaft Gadsdorf, die Rückfahrt fahrend, damit auch auf Fontanes Spuren, zu genießen, nicht gezogen von Pferden, sondern von einem Traktor. Zurück in Saalow war bis 17 Uhr Zeit, im Rahmen vom Tag der offenen Museen Am Mellensee die Schubertsche Scheunenwindmühle Saalow zu erkunden.

Im Winter ist Wanderpause. Weiter geht es mit der Frühlingswanderung im Mai.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Literaturabend für Leseratten und Wandersleute

Am 27. September konnte sich Ulf Heimann als Leiter der AG 2: Sanfter Tourismus und Naherholung vom Verein pro Mellensee über ein volles Vereinshaus freuen. 26 Bücherfreunde, Wanderer und solche, die es werden wollen, kamen neun Tage vor der Herbstwanderung zusammen. Die Historiker Gerhard und Evamaria Engel von den Mellenseer Bücherfreunden führten ein in Leben und Werk Fontanes, dessen 200. Geburtstag 2019 nicht nur in Brandenburg gefeiert wird. Monika Jähkel von den Bücherfreunden und pro Mellensee stellte zum Schluss den weniger bekannten Altersroman 'Die Poggenpuhls' vor.

Mit Fontane durch Bücher und Auen startet die Herbst-Wanderung Sonntag, 6. Oktober auf dem Fontaneweg zwischen Saalow und Gadsdorf 10 Uhr bei der Scheunenwindmühle in Saalow (www.scheunenwindmuehle.de). Im vierten Band der Wanderungen durch die Mark Brandenburg beginnt Fontane "Ein Kapitel vom alten Schadow" so:
Auf dem Plateau des Teltow, ziemlich halben Weges zwischen Trebbin und Zossen, liegt das Dörfchen Saalow. Elsbruch, Kiefernwald und sandige Höhen fassen es ein, und die letzteren, die den grotesken Namen der "Höllenberge" führen, bilden neben einem benachbarten See, der "Sprotter Lache", so ziemlich die ganze Poesie des Orts.
Von Schünow nach Saalow am MellenseeWir kommen von Groß-Beeren her, haben eben das Dorf Schünow passiert, und zwischen Wald und Bruchland unsern Weg verfolgend, erreichen wir zuletzt eine kurze Maulbeerbaumallee, die bis an den Eingang des Dörfchens führt, dem unsre heutige Wanderung gilt. Eben Saalow. Eine Kirche fehlt, ein Herrenhaus auch, und ein paar Dutzend Häuser und Gehöfte, sauber gehalten und meist mit Ziegeln gedeckt, bilden die Dorfstraße, die sich alsbald platzartig erweitert.


Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Alter Krug und Zebu-Rinder

Die traditionelle Sommerwanderung führte zum zweitältesten Gebäude in Zossen, zum Alten Krug. Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich bei fast 40 Grad über 10 Wanderer freuen.

Der Heimatverein "Alter Krug" (www.hv-zossen.de) bietet einen jährlichen Kalender mit regionalen Themen und Zeitreisen ins 18., 19. und 20.
Jahrhundert mit Führungen im Alten Krug, wo Gesellen bewirtet wurden und übernachten konnten, und im Schulmuseum Zossen, wo Eltern, Großeltern und Urgroßeltern nicht nur Lesen, Rechnen und Schreiben lernten.

Die Wanderung führte über Streuobstwiesen, seit 1999 ein Naturschutzgebiet des Landes Brandenburg, den von Carsten Preuß eingerichteten Panoramaweg, später vorbei an Windrädern und Zebu-Rindern, die die Wiesen auf natürliche Art ordentlich aussehen lassen.

Nächste Veranstaltungen sind das 18. Fischerfest am 20. und 21. Juli in Mellensee, dem "Dorf der Fischer", ein Fontane-Literaturabend am 27.
September im Vereinshaus und die Herbstwanderung am 6. Oktober auf dem Fontaneweg von Saalow nach Gadsdorf und zurück.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Sperenberger Gipsbrüche im Mai

Die traditionelle Frühjahrswanderung des Vereins pro Mellensee startete am ersten Sonntag im Mai in Sperenberg am Dorfbackofen beim Strandbad.

Mitglieder vom Förderverein der Heimatstube Sperenberg versorgten die Wanderer mit Schmalzstullen, Kaffee und Kuchen und Wanderleiter Ulf Heimann konnte sich über 90 Wanderer freuen, darunter vier Kinder sowie Mitglieder vom gemischten Chor Dabendorf und der Chorgemeinschaft Lyra Sperenberg.

Auf dem Weg des Boden-Geo-Pfades vom Landkreis Teltow-Fläming und des Sperenberger Gipswegs, eingerichtet von pro Mellensee und Heimatstube Sperenberg, ging es durch das Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche vorbei am 1871 tiefsten Bohrloch der Welt mit etwas mehr als 1271 Metern und der höchsten Erhebung der Umgebung, dem Gipsberg mit 79,8 Metern, Station 3 des Boden-Geo-Pfades.

An mehreren Rastpunkten wurde gemeinsam gesungen, die märkische Brandenburg-Hymne am Ort einer einstigen Bühne, wo der Sperenberger Lyra-Chor 1971 sein 90jähriges Jubiläum feierte mit heute noch schöner Akustik.

 

Nach zweieinhalb Stunden ging es zurück zum Dorfbackofen, wo viele Wanderer frisches Brot erwarben.

Die Sommerwanderung startet Sonntag, 30. Juni am Zossener Museum Alter Krug mit einer Erkundung der Höhen und Streuobstwiesen des Panorama-Wanderwegs.

 

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

Auf der Spur zum Mond

Die traditionelle Herbstwanderung des Vereins pro Mellensee startete am ersten Oktober-Sonntag in Kummersdorf-Gut. Wanderleiter Ulf Heimann begrüßte 40 Wanderer und drei Hunde bevor Martin Schnittler vom Förderverein des historisch-technischen Museums die Wanderer auf verschlungenen Wegen im südlichen Bereich des gut 2000 Hektar großen Geländes führte.
1875 fuhr ein erster Zug aus Berlin über Zossen und Mellensee nach Kummersdorf-Gut, wo in den 30ern Antriebsaggregate für Raketen getestet wurden, Grundlage für den ersten Flug zum Mond in den 60ern. Bis 1994 wurde das Gelände militärisch genutzt. Seitdem sind die Flächen sich selbst überlassen, alles wächst auf natürliche Art, eine "Wiedereroberung durch die Natur" (www.museum-kummersdorf.de).
Nach der Wanderung konnte am Tag der offenen Museen Am Mellensee die Sonderausstellung 'Krieg, Wissenschaft und Technik 1914-1945' besichtigt werden, die mit dem Leitthema "Erinnern und Aufbruch" das Wettrüsten auf dem europäischen Kontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt. Die Ausstellung in der ehemaligen Kaserne der Heeresversuchsstelle Kummersdorf ist bis 19. November zu sehen von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.
Der 1998 gegründete Verein pro Mellensee veranstaltet seit 2001 geführte Wanderungen in den acht Ortsteilen der Gemeinde Am Mellensee, eine Wanderung im Jahr außerhalb des Gemeindegebietes und an besonderen Gelegenheiten wie dem Deutschen Wandertag im Fläming 2012. Acht Wanderwege wurden eingerichtet, je einer mit dem Heimatverein Alexanderdorf und der Heimatstube Sperenberg. Freitag, 16. November ist dazu ab 16 Uhr im Vereinshaus am Nordufer des Mellensee nahe der Brücke über den Nottekanal ein geselliges Beisammensein zu touristischen Möglichkeiten und Potentialen der Wander- und Erlebnisregion am Mellensee.

Klaus de Boor, AG 3: Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

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