Schnee auf unserem Mellensee im Winter.

Muskelmänner und Mannschaftsgeist

MAZ 30.07.2012

Fischerfest: SPD-Team ging zweimal baden / Keine Schnitte gegen „Geile Schnitten“

Das 11. Mal veranstaltete der Verein Pro Mellen- see sein Fischerfest. Mit Fischerkönigin, Neptuntaufe, Teich- ziehen und Fischer- stechen bot das Wochenende Spaß für kleine und große Leute.
Von Gudrun Ott
MELLENSEE Der Spaß ist beim Fischerfest noch nie zu kurz gekommen, betonten am Sonntag Besucher aus Potsdam. Sie seien jedes Mal dabei, versicherten die drei Pärchen und ließen sich Fischbrötchen und Fischsuppe schmecken. Derweil machte sich die Damenmannschaft von Mrs. Sporty fürs Teichziehen warm. Aufgehübscht und siegessicher traten drei Männer aus Mellensee als „Die geilen Schnitten“ auf. Unterm Röckchen schauten muskulöse Waden hervor und kräftige Oberarme sprengten die Blusen. „Die werden wir anschließend vernaschen“, rief eine übermütige Mrs. Sporty angesichts der Titelverteidiger vom letzten Jahr. Ob es mit dem Vernaschen noch funktioniert hat, war nicht auszumachen, denn die drei Männer waren bald im doppelten Sinne siegestrunken. Sie hatten den Pokal im Teichziehen erfolgreich verteidigt und auf den Sieg mit einem Bier angestoßen. Im sportlichen Wettkampf maßen sich ehemalige Fischerköniginnen und viele Vereine.

Vor zwei Jahren schon beim Fischerstechen dabei war die Feuerwehr Kummersdorf-Alexanderdorf. Ortswehrführer Steffen Schmolling erklärte: „Wir sind nicht auf Sieg aus, wir wollen Spaß haben.“ Sein Geheimtipp fürs Stechen, das von zwei Pontons aus geführt wurde: „Ein leichter Mann in die Mitte, vorn und hinten zwei schwere.“

Frank Gerhard, SPD-Kreisvorsitzender und Bürgermeister von Ludwigsfelde, setzte auf Mannschaftsleistung und zog dennoch den Kürzeren. Die lachenden Männer vom Verein Pro Mellensee stießen den SPD-Mann nach einigen Anläufen einfach zu den Fischen in den Angelteich. Vor dem Teichziehen hatte einer „Es wird nicht einfach Jungs“ orakelt und heftig mit der roten Fahne gewedelt. So gelang es den Genossen tatsächlich, die „Vier glorreichen Drei“ aus Blankenfelde-Mahlow zu versenken. Besucher umsäumten dicht gedrängt die Ufer und feuerten ihre Favoriten an.

„Man will uns totmachen“, seufzte ein SPD-ler, als seine Mannschaft zum zweiten Mal aufgerufen wurde. „Die SPD geht so schnell nicht baden“, scherzte ein anderer. „Egal, was passiert, ihr seid unter den ersten Zwei“, Klaus Reinhardt vom Verein Pro Mellensee sprach den Genossen vor dem Finale im Teichziehen Mut zu. „Einer geht ins Wasser.“ Thomas Lilienthal von der SPD, ein Mann wie eine deutsche Eiche, packte das hintere Ende vom Tau, doch es nutzte nichts. Zug um Zug zogen „Die geilen Schnitten“ die Politiker vom Uferbereich in den See. Bernd Setny versuchte noch, sich hinter einen Baum zu klemmen, aber man landete doch im Wasser. „Die Abkühlung war angenehm, obwohl ich mich bis zum Schluss gewehrt habe“, so Frank Gerhard.

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