Der Nottekanal im Herbst.

Arbeitsgruppe 1: Umwelt, See, Bootshaus und Bohlensteg

Seit seiner Gründung 1998 bemüht sich der Verein, einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität des Mellensee zu leisten. Wir messen die Sichttiefen, beobachten die Algenentwicklung, den Wasserstand und die Zuflüsse zum See. Wir besuchten Lehrgänge und knüpften Kontakte zum Landesumweltamt.

Der entscheidende Schritt zur Unterstützung des Vereins gelang mit der Übergabe eines Schreibens zur Gütesituation des Mellensee an den Ministerpräsidenten M. Platzeck. Unser See bekam daraufhin im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Brandenburg im Beobachtungs- und Beprobungsprogramm des Landesumweltamtes eine besondere Priorität.

Seit 2005 wurde ein aussagefähiges Messprogramm aufgelegt , aus dem dann weitere Schritte für die Sanierung abgeleitet werden, denn der Mellensee hat Probleme:

• Sein natürlicher Zustand wäre eutroph 2, doch durch eine zu hohe Nährstoffkonzentration ist er polytroph und eine Rückkehr zum eutrophen Zustand ist noch lange nicht in Sicht.
• Die Zuflüsse zum Mellensee, Großer und Kleiner Wünsdorfer See, Wolziger See und Kleiner Zeschsee weisen ähnliche Entwicklung auf.

In Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt, der Kreisverwaltung und dem Wasser- und Bodenverband wurden die ersten Schritte als Anfang eines schwierigen Weges eingeleitet, damit der Mellensee wieder sauber wird und uns allen mit seinem Anblick und seiner Wasserqualität Freude macht!

Dabei brauchen wir viel Hilfe und jeder kann einen Beitrag leisten:
Die Bürger mit ihrem Umweltverhalten; die Landwirte durch Bewirtschaftungspläne die den Düngereinsatz am Ufer und an den Vorflutgräben vermindert; die Zweckverbände durch einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser und Abwasser im Einzugsgebiet und die Behörden durch Ausübung ihrer Kontrollfunktion. Helfen Sie mit!

Das Wasser des Mellensee verbessern, eine fast unlösbare Aufgabe? Wenn im Sommer der Wasserspiegel dramatisch sinkt,
wenn blühende Algen das Baden unmöglich machen,
wenn modernder Fäulnisgeruch sich ausbreitet, möchte man meinen, die Aufgabe ist tatsächlich unlösbar.
Doch es gibt zwei Hauptursachen für die schlechte Wasserqualität des Mellensee und man kann sehr wohl etwas tun, um die Situation schrittweise zu verbessern. Zu wenig Wasser und zu viele Nährstoffe. Noch Ende der 80er Jahre wurden im Einzugsgebiet des Mellensee durch Meliorationsmaßnahmen (Entwässerung durch das Anlegen von Abflussgräben) große Flächen trocken gelegt. Das Grundwasser wurde abgesenkt, dem Mellensee wurde der Wassernachschub im Sommer buchstäblich „abgegraben“. Das soll sich jetzt ändern und erste Schritte wurden auch bereits unternommen. Einige Meliorationsgräben wurden stillgelegt, um den Grundwasserspiegel zu stabilisieren. Eine weitere, wichtige Maßnahme wäre die Renaturierung des Schneidegrabens.

Nährstoffeinträge minimieren und den Wasserstand stabilisieren. Es klingt so einfach, die Lösung dieser Aufgabe.
Doch Kompromisse müssen gefunden werden zwischen den Interessen der Landwirtschaft, der Naturschützer, der Anwohner des Schneidegrabens und nicht zuletzt der leeren Kassen zuständiger Behörden.

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